Vielen Gründern, aber auch gestandenen Unternehmern, ist meist nicht genau klar, worauf eine Bank achtet. Aus meiner Erfahrung spielt die Unternehmensstabilität eine entscheidende Rolle. Aus Sicht eines Fremdkapitalgebers (z.B. eine Bank) ist nämlich das Eigenkapital eines Unternehmens das Risikokapital. ![]()
Schreibt Ihr Unternehmen Verluste, werden diese mit den vorhandenen Reserven verrechnet, bis das gesamte Eigenkapital verbraucht ist. Die Forderungen seitens des Fremdkapitalgebers bleiben jedoch bestehen. Je besser Ihr Eigenfinanzierungsgrad (Eigenkapitalanteil in der Bilanzsumme) ist, desto sicherer fühlen sich die Fremdkapitalgeber, dass ihre eigenen Forderungen in voller Höhe erstattet werden. ![]()
Den Eigenfinanzierungsgrad (Eigenkapitalquote) berechnen Sie einfach so:
Eigenfinanzierungsgrad = Eigenkapital / Bilanzsumme X 100
Als gut erachtet wird ein Eigenfinanzierungsgrad von
- 30% für Industriebetriebe (Schweiz: 40%)
- 15% für Handel (Schweiz:20%)
Warum die schweizer Banken einen höheren Grad als die deutschen Kreditinstitute anlegen, weiß ich nicht. Vielleicht kommentiert einer meiner Leser aus der Schweiz seine Meinung dazu.
Ebenfalls in den Bereich der Stabilitätsanalyse gehören die Anlagendeckungsgrade. Dabei geht man davon aus, das Anlagevermögen möglichst zu 100% durch Eigenkapital gedeckt werden sollte, währen das Anlagenvermögen und Vorräte, da sie üblicherweise länger als ein Jahr im Unternehmen gebunden sind, langfristig finanziert werden sollten.
- Anlagendeckungsgrad A = Eigenkapital / Anlagevermögen X 100
- Anlagendeckungsgrad B = Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital / Anlagenvermögen + Vorräte X 100
Ich habe auch schon mal eine Version für den Anlagendeckungsgrad B gesehen, bei dem das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital nur dem Anlagevermögen gegenübergestellt werden.
Für einen Venture-Capital-Geber hingegen sind andere Faktoren wichtiger, aber das ist ein anderes Thema, worüber ich aber noch schreiben werde.
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[...] Natürlich ist der Satz „In jeder Krise steckt eine Chance“ eine Binsenweisheit. Doch gerade Zeiten schwierigen Absatzes bieten auch die Möglichkeit, einmal genau zu schauen, wo das Unternehmen und sein Verkauf steht. Wie es positioniert ist. Und vor allem, ob es mit seinen Produkten, Angeboten und Serviceleistungen auch noch so aufgestellt ist, dass seine Zukunftsfähigkeit nicht infrage gestellt wird. Mit einem Wort: Unternehmensstabilität! [...]