Praxistest: Linux als Windowsalternative auf Firmen PC´s


Aus Kostengründen habe ich den Einsatz von Ubuntu-Linux auf unseren Firmenrechnern im Unternehmensalltag getestet:

Die Installation:
Die Installation von Ubuntu Linux ist denkbar einfach. Man startet den Rechner von der Ubuntu-CD und klickt auf „Installieren“. Danach erscheint der Installationsassistent mit einer einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung. Nach dem nächsten Neustart ist Ubuntu fertig installiert und einsatzbereit. Das kann man von Windows leider nicht immer behaupten.

Als Alternative für MS Excel habe ich Open Office Calc benutzt:
Neben den üblichen MS Excel Funktion kann man bei Open Office PDF-Dateien erstellen. Eine Funktion, die sich Microsoft von Unternehmern teuer bezahlen lässt. MS Excel ist für mich nur bei sehr speziellen Funktionen wie z.B. Pivot-Tabellen etwas besser. Open Office Calc bietet dafür eine grössere Kompatibilität zu den Dateiformaten, da es sowohl im DIN-zertifizierten Document-Format, als auch im Excel-Format speichern kann.

Open Office Writer statt MS Word:
Der Funktionsumfang umfasst die üblichen Anwendungen in einer Firma, Serienbriefe, Etikettendruck und die Integration von Tabellen. Mein Eindruck war, dass gerade im Umgang mit grossen Dateien Open Office Writer deutlich stabiler läuft. Bei einer Projektstudie über 180 Seiten bin ich bei MS Word oft an Abstürzen und wahllosen Umformatierungen gescheitert, während ich bei Open Office Writer keine Probleme hatte.

Open Office Impress vs MS PowerPoint
Ich habe keinerlei Unterschiede zwischen den Beiden entdecken können. Ein kleiner Vorteil bei Impress war für mich der integrierte PDF-Export. Ich konnte nach einer Live-Präsentation den Teilnehmern gleich ein PDF-Handout mitgeben.

Open Office Base statt MS Access
Überrascht hat mich bei Base, dass ich sogar auf MySQL- und PostgresQL-Datenbanken zugreifen und sogar entwerfen konnte. Die HSQL-Daten-Engine reicht allemal für das Verwalten von geschäftlichen Kontakten.

Gimp vs Photoshop
Wir sind zwar keine Werbeagentur, trotzdem benutzen wir das sehr teure Photoshop. Das kostenlose Gimp war von der Bedienung her erst einmal gewöhnungsbedürftig. Darüber hinaus kann es nur mit RGB-Formaten umgehen und unterstützt kein CYMK-Farbstandart. Die Anzahl der Filter zur Bildoptimierung fand ich O.K. Es ist für viele Anwendungen ausreichend, aber im Profibereich kann es mit Photoshop leider nicht mithalten.

Fazit:
Wer die Möglichkeit hat, sollte wie wir auf die kostenlosen Alternativen umsteigen.

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Eine Antwort

  1. […] Wer meinen Test “Linux als Windowsalternative auf Firmen PC`s” gelesen hat, wird vielleicht eine geeignete CRM & ERP-Software vermisst haben. Ich habe […]

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