Wie man eine erfolgreiche Pressemitteilung für Printmedien erstellt


KMUs (Kleine und Mittelständische Unternehmen) unterschätzen meist die Möglichkeiten einer Pressemitteilung. Ich habe auf diese Weise schon halb- und ganzseitige Berichte über unser Unternehmen in Printmedien gebracht, deren Werbeplätze für uns nicht bezahlbar gewesen wären.
Bei der Erstellung unterscheiden sich Fach- und Publikumsmedien:
Die Publikumsmedien erscheinen in der Regel in kürzeren Abständen, was dazu führt, dass man bei Fachmedien eine längere Vorlaufzeit einplanen muss.
Auch bei der Themenaufbereitung und grafischen Aufmachung bestehen grosse Unterschiede. In Fachmedien wird eine gehobene Tonalität gepflegt, da unter Fachleuten auch Fachterminologie vorausgesetzt wird. Details und technische Ausführungen sind willkommen, ebenso neue Produkte, Dienstleistungen, Erfindungen und Entwicklungen im Umfeld des Fachthemas.
Publikumsmedien sind dagegen anspruchsvoller und man braucht einen Aufhänger, um den Beitrag zu rechtfertigen. Ein Produkt oder eine Dienstleistung wird also in einen Trend eingebunden. Fachsprache und Details sind nicht erwünscht, da die Leserschaft über keine Branchen- oder Insiderinteressen verfügt.
Wichtig: Wenn man nur einen Aufhänger hat (z.B. ein neues Produkt), sollte man die Pressemitteilung nicht über Gebühr strecken! Einige kurze Zeilen mit den wichtigsten User-Nutzen sind für Redaktionen attraktiver, als eine Seite voller Floskeln und Füllern, die man mühsam wieder herausfiltern muss.

Einige grundsätzliche Regeln für Fach- und Publikumsmedien :
1. Verschiedene Kundennutzen mit ein bis zwei Kernbotschaften aufzeigen.

  • Klare Begriffe
  • möglichst viele Verben benutzen und Adjektive vermeiden

2. Aufbau des Artikels

  • Aufhänger/Highlight in den Titel
  • Zentrale Fragen in den Lead (das ist die dickgedruckte Zusammenfassung am Anfang jedes Zeitungsartikels): wer, was, wie, wo, warum und wann
  • Länge: ein bis drei Seiten mit Zeilenabstand 1 1/2
  • Bilder und Grafiken und einen starken Schluss-Satz verwenden

3. Schlusskontrolle

  • Richtigkeit der Angaben von einem Fachmann gegenlesen lasse
  • Ist der Artikel aktuell?
  • Eignet er sich für das Medium und den Leser?
  • Ist er verständlich und hat eine leichte Lesbarkeit?

Pressemitteilungen sind immer nach dem gleichen Muster aufgebaut:

Hinweis:
Denken sie bitte daran, dass für die Redaktion nicht Ihre Dienstleistungen oder Produkte im Vordergrund stehen, sondern der Informationswert für den Leser!
Also den Aufhänger hervorheben und nicht die Produkt- und Dienstleistungseigenschaften.

Der Pressemitteilung wird immer ein kurzer Begleitbrief mit zwei Absätzen und drei bis vier Linien beigefügt:

Im Adressfeld: Bei nicht persönlich adressierten Pressemitteilungen „An ausgewählte Medien“

Datum: Genaues Datum und bitte nicht „Im Juni 2008“

Betreffzeile: Aufhänger und nicht das Produkt / Dienstleistung

Anrede: Bei nicht persönlich adressierten Pressemitteilungen „Sehr geehrte Damen und Herren“

Erklärung des Aufhängers für den Redakteur

Lösung für den Leser

Dank und Kontaktangebot

Grussformel

Handlungsanweisung: z.B. „Weitere Infos unter http://www.unternehmerblog.worldpress.com“

Pressetext:

Titel: Kundennutzen, Lösung oder Highlight

Lead: Kurze Darstellung der wichtigsten Fragen, was ist das Problem und wie kann es gelöst werden.

Einführung für den Leser (Warmup)

Tatsachen, Forschungsresultate und Informationen (auch Zahlenmaterial)

Zwischentitel mit Kundennutzen

Ausführungen zum Zwischentitel: Ratgeber und Anknüpfung an den Alltag in einfacher Sprache

Schluss mit Handlungsanweisung an den Leser: Hotline, Webadresse etc.

Anzahl der Zeichen und „Abdruck frei“ nicht vergessen.

Medienadressen kann man aus dem Telefonbuch entnehmen oder im Internet suchen.

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Eine Antwort

  1. Gute und hilfreiche Zusammenfassung. Vielen Dank.

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