Meine Erfahrungen mit Googel Adwords


Für Gründer oder Unternehmen mit Webangeboten stellt sich früher oder später die Frage, ob es Sinn macht bei Google als „meistbenutzte Suchmaschiene“ Werbung zu schalten. Ob sich die Werbeausgaben mit Adwords rechnen hängt nach meiner Erfahrung an folgenden Faktoren:

Nicht zu hoch bieten
Natürlich war es am Anfang verführerisch, endlich mal bei Google für teure Keywords auf Position 1 zu stehen. Das ist aber, gerade wenn Sie wie wir ein begrenztes Budget haben, ein teurer Spaß. Viel effizienter war es für uns, auf der Position 5 bis 10 zu stehen. Dadurch sank der CPC (cost per click = Kosten pro Klick) und unser Budget reichte für sehr viel mehr Besucher auf unserer Website. Zudem stieg die Wahrscheinlichkeit, nur die wirklich interessierten Besucher zu bekommen, denn die steigen auf der Suche nach einem passenden Angebot eher zu den tiefere Treffern in der Anzeigenliste hinab.

Nicht nur die Standard-Keywords benutzen
Auf Wunsch stellt Google eine Liste von zu Ihrer Website passenden Keywords für Kampagnen zur Verfügung. Darüber hinaus kann man zu diesen Keywords – ebenfalls automatisch – weitere passende Keywords finden. Das ist bequem, hat aber einen großen Nachteil: Unsere Konkurrenz arbeitet wahrscheinliche auch mit diesem Tool. Wir haben uns also die Mühe gemacht erst einmal über unsere Zielgruppe nachzudenken. Dabei sind uns plötzlich eine ganze Menge Keywords eingefallen, die wirklich gut waren.

Nicht zu reißerisch und plakativ texten
Die Texte in den Anzeigen waren ganz entscheidend dafür, wie oft die Anzeige angeklickt wurde. Ich habe da eine ganze Zeit lang herumexperimentiert und folgendes festgestellt:
Es war ohne weiteres möglich, Anzeigen zu texten, die sehr, sehr häufig geklickt wurden. Die meisten dieser Besucher waren jedoch schnell wieder weg von unserer Seite. Besser war es für uns, klar den Nutzen zu kommunizieren, den Neukunden durch unsere Dienste hatten. Weniger Clicks, aber mehr Umsatz waren die Folge.
TIPP:
Richten Sie so genannte Landingpages ein, die ganz genau das Thema der zugehörigen Adwords-Anzeige aufgreifen und den Besucher zu den gewünschten Diensten oder Information führen.
Angenehmer Nebeneffekt: Die zum Suchwort passende Landingpages führte dazu, dass Google die Qualität unserer Anzeige höher einstufte und die Anzeige beim selben Gebot höher listet.

Tagesbudget limitieren
Gerade am Anfang ist es wichtig, dass Sie nicht mit einem grenzenlosen Tagesbudget an den Start gehen. Sonst können Sie wie wir eine sehr teure Überraschung erleben. Zum Beispiel wussten wir nicht, dass bestimmte Keywords zu bestimmten Zeiten hohe Klickraten generieren. Dadurch sind unsere Kosten explodiert. Also überlegen Sie, was Sie maximal für Werbung ausgeben können oder wollen. Und limitieren Sie entsprechend.

Nicht überall schalten
Bei den Grundeinstellungen Ihrer Kampagne können Sie festlegen, wo überall Ihre Anzeigen geschaltet werden. Wenn Ihr Budget begrenzt ist, sollten Sie sich zunächst nur auf die „Google-Suche“ beschränken. Falls von Ihrem Tagesbudget noch etwas übrig bleibt, testen Sie auch noch das „Content-Werbenetzwerk“ (unbedingt separate Gebote festlegen) und schließlich das „Such-Werbenetzwerk“. Diese Optionen können ganz extrem unterschiedliche Leistungen erbringen. Deshalb sollten Sie jede für sich einige Tage testen und dann entscheiden, welche Sie wirklich langfristig nutzen wollen.

Bieten Sie nicht auf Begriffe, für die Sie schon eine gute Position im kostenlosen Listing der Googlesuche haben
Gerade bei zusammengesetzten, sehr speziellen Keywords kann es passieren, dass man schon auf einer Top-10-Position im kostenlosen Listing von Google ist. Dann sollten man darüber nachdenken, diesen Begriff von Ihrer Suchwort-Liste zu entfernen, um nicht unnötig für Besucher zu bezahlen, die Sie auch kostenlos haben können 😉

Loggen Sie
Wenn Sie Adwords vernünftig nutzen wollen, müssen Sie wissen, was Ihre Besucher auf Ihrer Website machen. Dazu brauchen Sie ein Logging-Tool, dass Ihnen anzeigt, mit welchen Keywords und von wo die Besucher auf Ihre Website kamen. Sie müssen im Log aber auch die Klickpfade sehen können, um zu erkennen, welche Seiten in welcher Reihenfolge Ihre Besucher betrachten. Wir benutzen das OpenSource-Produkt PPHlogger und neuerdings den chcounter.

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Eine Antwort

  1. […] bringen nur dann Erfolg, wenn man sie gezielt benutzt (siehe dazu meinen Artikel “Meine Erfahrung mit Google Adwords“). Eine Webseite muss ständig gepflegt und aktualisiert werden, sonst ist sie überflüssig. […]

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