Sieben Todsünden beim Gründen


Angst

  • Ich treffe immer wieder auf Gründer, die mir zuerst von ihrer Geschäftsidee erzählen, um zwei Minuten später zu sagen, dass sie Angst haben. Die Angst, Geld durch die Gründung zu verlieren. Ich rate dann meist, die Gründung zu lassen und eine Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Ein, durch einen soliden Businessplan, kalkuliertes Risiko ist nämlich der Preis für unternehmerischen und damit finanziellen Erfolg. Angst führt zu halben Entscheidungen, falschen Kompromissen und dadurch letztendlich zum unternehmerischen Misserfolg.

Engstirnigkeit

  • Meist trifft man diese Sünde bei Gründern, die nicht mehr ganz jung sind und meinen bereits genug Erfahrung als Angestellte gesammelt zu haben. Sie sind beratungsresistent und ich mache meist einen grossen Bogen um sie. Sie vertrauen immer nur auf Altvertrautes und starten ihr Unternehmen ohne Innovationen, bessere Ideen und andere Möglichkeiten, der Konkurrenz eine Nasenlänger voraus zu sein.

Leichtsinn

  • Wenn Sie ihr Betriebsvermögen leichtsinnig in Warenterminspekulationen oder obskure Beteiligungen stecken, die ihnen ein „Freund“ empfohlen hat, sind Sie entweder eine Bank, eine amerikanische Versicherung oder ihnen ist echt nicht mehr zu helfen. Gier ist oft stärker als Vernunft, doch haben die wenigsten Gründer ihr Geld durch Zocken vermehrt.

Protzerei

  • Ich habe mich schon immer gewundert, warum Statussymbole die ersten Dinge sind, die sich ein Gründer zulegt. Es hat zwar noch kein Kunde das neue Geschäft betreten, aber vor der Tür steht eine nagelneuer Firmenwagen. Die Gründer tragen plötzlich Designeranzüge und laden junge Frauen zum Frühstück mit Champagner ein. Ein halbes Jahr später, ist der Laden meist weg. Das Auto und die jungen Frauen natürlich auch.

Schlamperei

  • Gerade im Anfangs-Chaos verlieren viele Gründer oft durch unnötige Schlampereien Geld, Lieferanten und Kunden. Sie können es sich als Gründer einfach nicht leisten, Rechnungen ohne Ausnutzung des Skontos unpünktlich zu bezahlen. Mahnen Sie säumige Kunden fristgerecht und legen Sie dem Finanzamt komplette Belege, eine ordentliche Buchführung und sorgsam gefertigte Abschlüsse vor. Wer Kunden-Termine verpasst, bekommt meist keine zweite Chance und einen schlechten Ruf.

Unfreundlichkeit

  • Ein Problem, was auch etablierte und grosse Unternehmen teilweise nicht verstanden haben. Kunden sind Kapital und Kapital muss man als Unternehmer gut behandeln. Nicht nur die Mitarbeiter, auch der Chef sollte Kunden zuvorkommend und liebenswürdig bedienen. Das Bedeutet aber nicht, sich alles gefallen zu lassen.

Ungeduld

  • Investitionen sollen sich natürlich rechnen, aber das dauert seine Zeit. Viele Gründer brechen aus Angst und Ungeduld häufig eine gute Investition zu früh ab und verlieren damit das bereits investierte Geld unwiederbringlich. Planen Sie langfristig und realistisch, dann geht ihnen auch nicht der finanzielle Atem (Liquidität) aus.

Edward Simmons hat einmal gesagt:
„Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ist der Unterschied zwischen Richtigmachen und Fast-Richtigmachen.“

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