Die wichtigsten Kennzahlen im Unternehmen


Wie leistungsstark ein Unternehmen ist, erkennt man an ein paar einfachen Schlüsselzahlen:

Die Eigenkapitalrendite (Eigenkapitalrentabilität=Gewinn x 100/Eigenkapital)
Ich habe die Möglichkeit mein Geld entweder in mein eigenes Unternehmen zu investieren oder es anderweitig anzulegen, z.B. auf ein Festgeldkonto einer Bank. Die Eigenkapitalrendite sagt mir, wie sich die Investition in mein eigenes Unternehmen auszahlt. Je höher sie über dem Zinssatz liegt, die ich alternativ von der Bank bekomme, um so besser. Die Differenz zwischen Zinssatz und Eigenkapitalrendite bezeichnet man als Risikoprämie.

Die Umsatzrentabilität (Umsatzrentabilität=Gewinn x 100/Umsatz)
Diese Zahl sagt mir, wieviel Prozent meiner Einnahmen ich – nach Abzug aller Kosten – als Gewinn verbuchen kann. Solange ich über 10 Prozent liege, läuft mein Unternehmen gut. Bis 5 Prozent ist noch alles o.K., aber darunter rentiert sich das Ganze nicht wirklich.

Der Cash Flow (Cashflow= Gewinn + Abschreibungen oder Cashflow in Prozent= Cashflow/Umsatz)
Der Finanzmittelüberschuss (Cashflow) ist für mich die wichtigste betriebliche Kennzahl. Er beinhaltet nicht nur den Gewinn, sondern auch andere freie Mittel für neue Investitionen und Rücklagen.

Return on Investment (RoI= Gewinn x 100/Kapital)

Je höher der RoI, desto interessanter ist man für Investoren. (Siehe dazu auch meine beiden Artikel „Wie man als Gründer Investoren findet“ und „Investoren finden Teil 2“ ) Der RoI besagt, wieviel Gewinn das in meine Firma investierte Kapital erwirtschaftet. Und zwar Eigen- und Fremdkapital.

Lagerumschlag (Lagerumschlag= Umsatz / Warenbestand)
Diese Zahl besagt, wie lange Waren im Lager bleiben, bevor sie zum Kunden kommen. Eine hohe Umschlagszahl bedeutet eine geschickte Einkaufspolitik. Je höher der Lagerumschlag ist, desto geringer die Kapitalbindung, das Lagerrisiko und die Lagerkosten.

Die Arbeitsproduktivität (Arbeitsproduktivität= Umsatz / Anzahl der Beschäftigten)
Diese Zahl errechnet den Umsatz pro Mitarbeiter und zeigt mir, ob meine Angestellten ausgelastet sind oder nicht.

Verschuldungsgrad (Verschuldungsgrad= Fremdkapital/Gesamtkapital)

Wenn Sie Ihren Banker oder Investoren beeindrucken wollen, können Sie noch folgende Kennziffern berechnen 😉 :

  • Eigenfinanzierungsgrad = Eigenkapital / Gesamtkapital
  • Anlagendeckung A = Eigenkapital / Anlagevermögen
  • Anlagendeckung B = Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital / Anlagevermögen
  • Return on Asset = Gewinn vor Zins, nach Steuern / Gesamtkapital
  • Return on Equity = Reingewinn / Eigenkapital
  • Kapitalumschlag = Umsatz / Gesamtkapital
  • Qick Ratio = Liquide Mittel, Werrtschriften, Debitoren / kurzfristige Schulden (Richtgrösse 1:1)
  • Current Ratio= Umlaufvermögen / kurzfristige Schulden (Richtgrösse 2:1)
  • Cash Ratio (Liquiditionsgrad 1) = Liquide Mittel / kurzfristige Schulden
  • Nettoverschuldungsgrad = Schulden – Liquide Mittel – Debitoren / CashFlow
Advertisements

5 Antworten

  1. … eine sehr nützliche Übersicht!

    Werde das verlinken auf meinem Blog.

  2. […] Liquiditätsanalyse Veröffentlicht in Januar 16, 2009 von unternehmerblog Eigentlich ist es ja ganz einfach: Man muss nur dafür sorgen, dass den Schuldenpositionen genügend Vermögenspositionen gegenüberstehen, die rechtzeitig in liquide Mittel umgewandelt werden können. Zur Messung dieser Verhältnisse nehme ich einfach die Liquiditätskoeffizienten : Liquidität 1. Stufe (Bar-oder Kassenliquidität) = Zahlungsmittel/kurzfristiges Fremdkapital x 100 Für die Barliquidität sollte man genügend Mittel zur Verfügung haben, um die Monatslöhne bezahlen zu können. Quick Ratio (Liquidität 2. Stufe) = Zahlungsmittel+Forderungen / kurzfristiges Fremdkapital x 100 Dieser Wert sollte 100% betragen, damit kurzfristig fällige Schulden gedeckt werden können. Current Ratio (Liquidität 3. Stufe) = Umlaufvermögen / kurzfristiges Fremdkapital x 100 Der Current Ratio sollte 120 bis 150% betragen! Sie sehen wie einfach das Ganze ist. Lesen Sie bitte zu dem Thema auch meinen Artikel über die wichtigsten Kennzahlen im Unternehmen […]

  3. Ich meine, dass die Formel für die Berechnung des Verschuldungsgrades wie folgt lautet: Fremdkapital/Eigenkapitalx100

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: