IHK Kassel verzockt 800.000 Euro


Als Unternehmer fragt man sich manchmal, was die Industrie- und Handelskammern mit den Mitgliedsbeiträgen so machen. Im Leitbild der IHK Kassel heißt es z.B.:“ Das Hauptbestreben ist es, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Nordhessens für die Zukunftssicherung zu stärken.“ Warum man dazu in spekulative Wertpapiere investieren muss, bei denen laut Ratingagenturen mit einer großen Gefahr des Zahlungsverzuges zu rechnen war ist für mich nicht nachvollziehbar. Auch liegt Island meines Wissens nach nicht in Nordhessen. Die Konsequenzen tragen natürlich die Unternehmer(also wir), die das Ganze durch ihre Zwangsmitgliedschaft in den Kammern finanzieren müssen. Darüber hinaus hat die IHK Kassel laut Medienberichten 516.000 Euro in Wertpapiere bei der BAWAG Capital Finance und 303.800 Euro bei der Corealcredit Bank investiert, bei denen ebenfalls Verluste erwartet werden. Ich kann ja verstehen, dass ein Teil der Beiträge angelegt werden müssen, aber die Anlagepolitik der IHK Kassel finde ich äußerst fragwürdig. Die Finanzkrise ist im Übrigen auch nicht Schuld an diesem Desaster, sondern offenbart nur das fragliche Handeln der Verantwortlichen.

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Eine Antwort

  1. Der ganze KammerZwang und speziell die IHK- und HWK-Zwangsmitgliedschaft gehört schnellstens auf den Müllhaufen der deutschen Geschichte!

    Dann dürfte auch den Kasseler IHK-Funktionären das Zocken mit fremden Geldern vergangen sein!

    Als “kostenverursachende Hemmschuhe und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen für Funktionäre”, so beschrieben bekanntlich schon Günter und Peer Ederer die Zwangsmitgliedschaften zu Berufskammern sehr treffend! (Das Erbe der Egoisten, Seite 373)

    Nachdem ich die IHK 1996 in einem größeren Zeitungsbericht eine “per Gesetz legalisierte Mafia” genannt hatte, bekam ich diese schon ab dem nächsten Tag tatsächlich auch als eine Art “Mafia” am eigenen Leib zu spüren.

    Die derzeit beste Internet-Plattform speziell für’s Thema KammerZwang ist in meinen Augen http://www.kammerwatch.de .

    Mit einigen anderen Unternehmern gründete ich 2007 die AG Kammerboykott. Siehe: http://www.kammerboykott.com .

    Ich hoffe, dass sich möglichst viele Betroffene uns anschließen.

    Mit besten Grüßen vom Niederrhein

    Heinrich Vetter / 40670 Meerbusch

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