Deutsche Gründer ohne Innovationswert?


Jährlich erfasst der Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften  zwischen 400 und 600 Frühphaseninvestments durch öffentliche und Private Venture Capital Fonds. In Relation zu den fast 585.000 Neugründungen ergibt sich daraus eine Finanzierungswahrscheinlichkeit von einem Promille – das entspricht vier Richtigen im Lotto. Dabei ist besonders interessant, dass 85% der Unternehmen erst gar nicht mitspielen dürfen, denn es handelt sich bei ihnen um reine „me too“-Gründungen. Diese haben laut VC-Gebern keinerlei Innovationswert und werden deshalb von Investoren gemieden. Darüber hinaus benötigen neun von zehn Gründungen weniger als 50.000 Euro und sind schon deshalb uninteressant für Investoren.
Aus meiner Erfahrung liegt das Hauptproblem aber an einer anderen Stelle: Investoren möchten weder Geld für Marketing, noch für Personal ausgeben. Man investiert also lieber in irgendwelche Maschienen, die man im Falle einer Pleite noch zu Geld machen kann. Die meisten Startups im IT-Bereich brauchen aber das Geld für Marketing und für Personal. Das „me too“- Gründungen keinen Innovationswert haben sehe ich nicht zwangsläufig so. (VC Firmen haben sind ja meist auch „me too“-Unternehmen ohne grossen Innovationswert 🙂 ) Zu viel Innovation wird auch vom Konsumenten nicht unbedingt verstanden und angenommen.

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