Betriebsrente für Ehepartner


urteilFür Chefs von Familienunternehmen ist es ab sofort einfacher, dem mitarbeitenden Ehepartner eine Betriebsrente zu finanzieren. Das ist das Fazit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs. Das Sparmodell heißt Ehegatten-Direktversicherung. Davon profitieren sowohl Einzelunternehmer als auch die Inhaber von Personengesellschaften (zum Beispiel Kommanditgesellschaften oder Gesellschaften bürgerlichenRechts). Sie können einen Teil des Jahresgehalts der Ehepartner in Versicherungsbeiträge umwandeln – jeweils vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze plus 1800 Euro – und so über Jahre hinweg eine ordentliche Firmenrente aufbauen. Für 2009 lassen sich noch bis zu 4320 Euro Ehegattengehalt in Versicherungsprämien umwandeln. Der Fiskus bezahlt die Altersvorsorge sogar kräftig mit: Die Versicherungsbeiträge sind als Betriebsausgaben absetzbar und kosten zudem keine Lohnsteuer. Außerdem spart der arbeitende Ehegatte Sozialversicherungsbeiträge. Voraussetzung dafür ist, dass die Firma und der Ehepartner einen Arbeitsvertrag mit einem angemessenen Gehalt geschlossen haben und buchstabengetreu umsetzen – wie es unter Fremden üblich ist. Ob die Firmenrente angemessen ist oder gar zu einer so genannten Überversorgung des Partners führt, hat das Finanzamt nicht mehr zu interessieren, befand der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen VIII R 68/06).

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