Gewerbeversicherungen


Ein Gastbeitrag von  Josephine Mühle (finanzen.de AG)

Hat man sich für die Gründung eines eigenen Unternehmens entschieden, stürzen vielfältigste Fragen auf den Existenzgründer ein. Ein wesentliches Thema ist die Frage nach der Absicherung der persönlichen und gewerblichen Risiken.

Zur Absicherung der persönlichen Risiken gehören in erster Linie der Schutz bei Krankheiten und Berufsunfähigkeit und der Aufbau einer Altersvorsorge. Zur Übernahme von Krankheits- und Behandlungskosten ist eine Krankenversicherung vorgeschrieben. Viele Existenzgründer haben die Wahl zwischen der freiwilligen gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Die private Krankenversicherung ist sehr oft die bessere Wahl, da sie bessere Leistungen bietet und nicht selten dennoch günstiger ist.

Der Verlust der Arbeitskraft – auch Berufsunfähigkeit genannt – ist ein weiteres persönliches Risiko, vor dessen Folgen sich ein Existenzgründer absichern muss. Kann man seine berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben, steht man als Selbstständiger vor den Trümmern der Existenz. Um den Wegfall des regelmäßigen Einkommens zu überbrücken, benötigt man eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Und schließlich kann man nicht früh genug an den Aufbau einer privaten Altersvorsorge denken. Je früher man bereits kleine Beträge in eine Geldanlage investiert, desto eher kann man bei langer Laufzeit eine solide Altersvorsorge aufbauen. Damit sind die wichtigsten persönlichen Risiken eines Existenzgründers abgedeckt.

Doch auch die gewerblichen Risiken verdienen Beachtung – und kommen oft zu kurz. Hier steht die Absicherung des Vermögens an erster Stelle. Dazu dient eine Betriebshaftpflichtversicherung oder eine Berufshaftpflichtversicherung. Beide gehören zum Bereich der Haftpflichtversicherungen, sind aber sauber voneinander zu trennen. Als Haftpflichtversicherung leisten sie grundsätzlich, wenn einem Dritten ein Schaden entsteht, und sie wehren unberechtigte Ansprüche eines Dritten notfalls auch gerichtlich ab.

Bei der Betriebshaftpflicht liegt der Grund des Schadens in der Ausübung der beruflichen Tätigkeit, die der Betrieb erfüllt. Beschädigt ein Handwerksbetrieb ein Auto oder einen Gegenstand im Haushalt eines Kunden, wird dies durch die Betriebshaftpflicht abgedeckt. Auch wenn ein Kunde oder ein Lieferant auf dem Betriebsgelände stürzt und sich schwer verletzt, greift die Betriebshaftpflicht.

Die Berufshaftpflicht dagegen kommt eher in beratenden Tätigkeiten oder in der Dienstleistung zur Anwendung. Wenn einem Geschädigten ein Schaden durch eine versäumte Frist oder eine falsche Beratung entsteht, ist dies ein Fall für die Berufshaftpflicht. Sie greift beispielsweise für Architekten, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte.

Da gerade Personenschäden, aber auch Vermögensschäden, eine immense Größenordnung annehmen können, ist die Betriebshaftpflicht, aber auch die Berufshaftpflicht, von großer Bedeutung für den Existenzgründer.

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