Preisträger gesucht


Der Unternehmensvergleich „Top 100“ sucht wieder Mittelständler mit überdurchschnittlicher Innovationskraft: Die mittlerweile 20. Runde des bundesweit einzigen Benchmarkings, das ein vorbildliches Innovationsmanagement auszeichnet, steht in den Startlöchern.

Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien sucht und prämiert im Auftrag von compamedia ab sofort wieder branchenunabhängig mittelständische Unternehmen in ganz Deutschland, die unter anderem ein inspirierendes und innovationsförderndes Top-Management und ein fruchtbares Innovationsklima haben. Interessierte Unternehmen können sich in drei Größenklassen bewerben: Größenklasse 1 (GK 1) umfasst Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern, Größenklasse 2 (GK 2) solche mit bis zu 250 Mitarbeitern und Größenklasse 3 (GK 3) alle Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern.

Aus dem Kreis der Top-Innovatoren in den jeweiligen Größenklassen wählt eine hochkarätige Jury die „Innovatoren des Jahres 2013“. Dem Gremium gehören 24 namhafte Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an, darunter Roland Berger, Hans-Jörg Bullinger und Edelgard Bulmahn. Mentor des Innovations-Awards ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar.

Weitere Details zu „Top 100“ stehen auf der Website www.top100.de. Einen schnellen Zugang zur Bewerbung und zum Onlinefragebogen erhalten interessierte Firmen mit diesem Link: www.top100.de/online-anmeldung. Bewerbungsschluss ist am 31. Oktober 2012.

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Innovationen sind kein Luxus


Unsere moderne Gesellschaft und unser Wirtschaftssystem sind auf Wachstum angewiesen. Um Wachstum zu generieren, müssen in immer kürzeren Abständen Innovationen verwirklicht werden. Oftmals sind das aber keine echten Innovationen, sondern lediglich „Upgrades“ von bereits erfolgreichen Produkten. Der Nutzen sei gering, die Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen und die Umwelt dramatisch, bemängeln Kritiker. „Genau das Gegenteil ist der Fall“, sagt der Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke. Im aktuellen „Themendienst Mittelstand“ von compamedia spricht er über erfindungsreiche Mittelständler und radikale Innovationen.
„Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit waren Innovationen so wichtig wie heute“, konstatiert Franke. Denn „in den meisten Branchen ist die Fähigkeit, neue Produkte und Dienstleistungen hervorzubringen, der Wettbewerbsfaktor Nummer eins.“ Gerade für Unternehmen aus hochentwickelten Ländern mit entsprechend hohen Löhnen sei ein reiner Preiswettbewerb tödlich, argumentiert der Professor für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Stattdessen müssten sich die Unternehmen differenzieren: „Neue Produkte oder Produkteigenschaften, neue Anwendungen, neue Zusatzservices, neue Märkte oder neue Geschäftsmodelle sind dafür der beste Weg.“ Das gelte auch für die gesamtwirtschaftliche Ebene: „Wenn wir unseren Wohlstand im internationalen Wettbewerb zumindest sichern wollen, dann führt an der weiteren Stärkung der Innovationsfunktion kein Weg vorbei“, sagt Franke, der auch wissenschaftlicher Leiter des Innovationsprojekts „Top 100“ ist.
Der von Kritikern angeprangerte Konflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcen- und Umweltschonung löst sich für Franke gerade durch Innovationen auf: „Innovation heißt immer: neue Lösungen suchen. Gerade dann, wenn Ressourcen knapp werden, ist das der einzige Weg, wenn wir nicht zurück in die Steinzeit wollen. Allen Wohlstand, den wir genießen, verdanken wir der menschlichen Fähigkeit zur Innovation.“ Innovationen seien demnach kein unnötiger Luxus und gingen auch nicht auf Kosten der Umwelt. „Wer ein ‚Zurück‘ predigt und der Technikfeindlichkeit das Wort redet, verdreht die Zusammenhänge und handelt unverantwortlich. Der Grund dafür, dass wir heute in vielen Bereichen in Wahrheit bessere Umweltbedingungen haben als noch vor wenigen Jahrzehnten, ist doch, dass sich die unternehmerische Erfindungsgabe stark auf diese Bereiche konzentriert hat.“
Innovation beschränkt sich dabei nach Frankes Ansicht nicht allein auf die revolutionären Ideen, wie sie der Buchdruck oder das Internet waren: „Die große Masse der Neuerungen hat einen geringen Innovationsgrad: eine neue Funktionalität, höhere Sicherheit, mehr Komfort oder Benutzerfreundlichkeit. Empirisch gesehen, schaffen diese vielen kleinen Schritte aber ähnlich viel Wert wie die wenigen großen.“
Mittelständler, vor allem die erfolgreichen, haben das seiner Ansicht nach verstanden und verinnerlicht – wie die aktuellen „Top 100“-Unternehmen: „Sie sind in Bezug auf das Innovationsziel konsequenter und professioneller als die normalen Mittelständler. Dadurch sind sie auch erfolgreicher. Sie begreifen Innovation als grundlegendes Unternehmensziel, quer über alle betrieblichen Bereiche hinweg.“
Am 22. Juni werden in Friedrichshafen am Bodensee die „Top 100“ 2012 ausgezeichnet. Bewerbungen für die nächste Runde sind jederzeit möglich.

„Top 100“ – Projekt und wissenschaftliche Leitung
Das Benchmarkingprojekt TOP 100 prüft das Innovationsverhalten deutscher Mittelständler. Im Fokus der Untersuchung stehen einerseits die bereits realisierten Innovationserfolge und andererseits der Grad der Professionalität des Innovationsmanagements. Die Teilnehmer treten in drei Größenklassen (GK) an: GK A (bis 50 Mitarbeiter), GK B (51 bis 250 Mitarbeiter) und GK C (über 250 Mitarbeiter). Die wissenschaftliche Leitung hat seit 2002 Dr. Nikolaus Franke inne. Er ist Professor für Entrepreneurship und Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar.

compamedia – Mentor des Mittelstands
Die 1993 gegründete compamedia GmbH organisiert mit 20 Mitarbeitern die bundesweiten Unternehmensvergleiche „Top 100“, „Top Job“, „Top Consultant“ und „Ethics in Business“. Sie prämiert und begleitet damit mittelständische Unternehmen, die auf den Gebieten Innovation, Personalmanagement, Beratung und gesellschaftliche Unternehmensverantwortung Hervorragendes leisten. compamedia arbeitet bei den Projekten mit namhaften Universitäten zusammen.